Basta tagli in ambito di cooperazione di sviluppo!

Intervento in Consiglio nazionale del 30 novembre 2017. Dopo una prima parte in tedesco passo all’italiano.

Es kann nicht sein, dass die Entwicklungszusammenarbeit schon wieder die Hauptlast der Kürzungen und Sparmassnahmen des Bundes tragen soll. Vor allem aufgrund der internationalen Situation: Aufgrund verschiedener Krisen, z. B. in Syrien, im Jemen, in Myanmar oder am Horn von Afrika, gibt es einen grösseren Bedarf im humanitären Bereich. Diese Beispiele zeigen, dass es dringend nötig ist, dass wir genügend Mittel haben, um auf diese Situation zu antworten und die wichtige Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit weiterhin gut führen zu können, sowohl im Bereich der humanitären Hilfe, aber auch mit langfristigen Projekten, um die Armut in den Entwicklungsländern zu reduzieren. In die internationale Entwicklungszusammenarbeit zu investieren heisst, dauerhafte Perspektiven für Menschen in benachteiligten Ländern zu eröffnen oder Konflikte zu vermeiden. Was wir in die Entwicklungszusammenarbeit investieren, ist gleichzeitig eine Investition für die Schweiz, z. B. gegen die negativen Folgen des Klimawandels oder gegen die Ursachen, die zu Migrationsströmen führen.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten und die Deza haben schon in der Vergangenheit grosse Sparbemühungen gemacht. Insgesamt haben in den letzten Jahren die Kürzungen und die Sparpakete dazu geführt, dass bei der Entwicklungszusammenarbeit 1 Milliarde Franken gespart worden sind. Auch in diesem Voranschlag wird ein wichtiger Anteil beim EDA bzw. bei der Deza eingespart. Insgesamt sieht schon der Bundesrat Einsparungen von 150 Millionen Franken vor, 130 Millionen davon fallen bei der Deza an. Das sind Einsparungen, die so nicht angehen, und zwar aus den Gründen, die ich vorher genannt habe. Es sind Einsparungen auf dem Buckel der Ärmsten.
Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Einsparungen werden konkrete Folgen haben. So werden zum Beispiel die Mittel zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria reduziert. Langfristige Projekte oder die Zusammenarbeit mit NGO werden infrage gestellt. Damit kann die Entwicklungszusammenarbeit gerade im wichtigen Bereich der Prävention, z. B. von Pandemien, ihre Aufgaben nicht mehr richtig wahrnehmen. Diese Situation wird sich zuspitzen, wenn die Kürzungen von 100 Millionen Franken, welche die Mehrheit der Finanzkommission vorschlägt, durchkommen.
In der Entwicklungszusammenarbeit und insgesamt im EDA hat man nicht nur kein Wachstum, sondern man hat in absoluten Zahlen Kürzungen. Sie können das selber in den Rechnungen nachlesen. Es sind in den letzten Jahren einfach Jahr für Jahr kleinere Beiträge.
Wie ich schon gesagt habe, sieht der vom Bundesrat erarbeitete Voranschlag 2018 aufgrund des Teuerungsverzichtes eben insgesamt noch einmal eine Kürzung vor.
Noch einmal – jetzt habe ich mein Votum ausgedruckt bekommen -: Wir können uns in diesem Bereich einfach nicht weitere Kürzungen erlauben, ohne diese Projekte infrage zu stellen.

Anno dopo anno si tagliano i mezzi per la cooperazione allo sviluppo. Lo scorso settembre fortunatamente e giustamente il Parlamento ha respinto una mozione che voleva togliere l’obiettivo dello 0,5 per cento del prodotto nazionale lordo per la cooperazione allo sviluppo. Abbiamo respinto la mozione, ma ciononostante questo obiettivo non verrà raggiunto. Per il 2018 esso si situerà allo 0,48 per cento, compresi però una parte dei costi per la politica d’asilo.
Il contributo principale nei programmi di risparmio della Confederazione negli ultimi anni, come vi dicevo prima, è stato portato avanti dalla cooperazione allo sviluppo. Nel programma di stabilizzazione 2017-2019 sono stati tagliati 584 milioni di franchi dal piano finanziario. Il 25 per cento dei tagli è nella cooperazione internazionale. Il piano finanziario del Consiglio federale prevede ora tagli di 150 milioni annui. In un periodo di quattro anni sarà quindi tagliato un miliardo di franchi in questo settore così importante, necessario e delicato.
Dietro queste cifre ci sono delle realtà preoccupanti: c’è la povertà, ci sono disuguaglianze, cambiamenti climatici, flussi migratori, le guerre e le carestie. Solo per l’aiuto umanitario d’urgenza l’ONU parla di 23,5 miliardi di dollari necessari per aiutare chi è nel bisogno in varie regioni del mondo. Secondo il rapporto alimentare mondiale il numero di persone affamate è nuovamente aumentato dopo dieci anni. Dobbiamo garantire i mezzi sufficienti per portare avanti progetti concreti nella cooperazione allo sviluppo! Per questa ragione vi invito a sostenere le mie proposte di minoranza nell’ambito dell’aiuto allo sviluppo che riguardano sia il Dipartimento federale degli affari esteri sia la Seco.

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