Vertretung der italienischen Schweiz im Bundesrat

Vertretung der italienischen Schweiz im Bundesrat

Die Nachfolge von Micheline Calmy-Rey war Auslöser einer sehr lebhaften Debatte zum Thema Vertretung der italienischen Schweiz im Bundesrat. Drei Monate nach der Wahl des sozialdemokratischen Bundesrats Alain Berset scheint es nun angebracht, diese Frage wieder in Ruhe anzugehen. Dabei sollen die Zusammensetzung und die Repräsentationskraft der Schweizer Regierung eingehender betrachtet werden. Die Vertretung der italienischen Schweiz im Bundesrat steht auch im Zusammenhang mit einem allgemein verstärkt spürbaren Gefühl, wonach es um den inneren Zusammenhalt der Schweiz nicht besonders gut bestellt sei. Die entsprechenden Alarmzeichen, wie die schleichende Aufgabe des Unterrichts einer zweiten Landessprache zugunsten des Englischen in einigen Kantonen oder die nach wie vor bestehende Untervertretung der Romandie und der italienischen Schweiz in der Bundesverwaltung, werden immer deutlicher. In einigen Departements, wie zum Beispiel im Wirtschaftsdepartement oder im Verteidigungsdepartement, stellen die italienischsprachigen Mitarbeitenden gerade mal 1% des Personalbestandes dar. Die verschiedenen sprachlich-kulturellen Teile der Schweiz, wie eben die italienischsprachige Minderheit, fühlen sich auf Bundesebene in der Schweiz immer weniger vertreten. Dies schadet der multikulturellen Struktur der Schweiz und ihrer nationalen Kohäsion. Dabei sind es gerade diese Elemente, die zu einem grossen Teil die Stärke unseres Landes ausmachen.

Ganze Arbeit hier: Vertretung der italienischen Schweiz im Bundesrat

Arbeit von Céline Antonini, Studentin Sciences Po Paris 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.