Mietzinsanpassung für Personen mit Ergänzungsleistungen

Mietzinsanpassung für Personen mit Ergänzungsleistungen

Die Anpassung der anrechenbaren Mietzinsmaxima ist seit langem eine dringende Notwendigkeit. Die heutigen Ansätze reichen bei mehr als einem Viertel aller Personen, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind, nicht mehr aus, um die effektiven Wohnkosten zu tragen. Seit 2001, als die Ansätze letztmals angepasst wurden, sind die Mietzinse um knapp 20 Prozent angestiegen. Verschiedene Kantone und Gemeinden haben die Mietzinsmaxima mittels Zusatzleistungen erhöht. In anderen Regionen dagegen müssen Personen mit Ergänzungsleistungen beim Wohnen weitere Einschränkungen in Kauf nehmen. Beides widerspricht dem Sinn und Zweck der Ergänzungsleistungen, die gemäss Gesetz den Existenzbedarf garantieren sollen.

Unterschiedliche Maxima bei der Anrechenbarkeit der Mietzinse je nach Region sind sinnvoll. Der Mieterinnen- und Mieterverband hat bereits bei früherer Gelegenheit darauf hingewiesen, dass ein schweizweit einheitlicher Maximalbeitrag der Realität bei den Mietzinsen nicht Rechnung trägt. Dieser hat dazu geführt, dass in Hochpreisregionen Kantone und Gemeinden viel öfters Zusatzleistungen einsetzen müssen respektive städtische Bezügerinnen und Bezüger beim Wohnungsangebot gegenüber Personen, die in ländlichen Regionen wohnen, benachteiligt sind.

Erschienen in AWP Soziale Sicherheit vom 18. Juni 2014. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.