Drei Gründe für ein Ja zur öffentlichen Krankenkasse

Drei Gründe für ein Ja zur öffentlichen Krankenkasse

ôK Banner 300x300 DDie Zeit ist reif für eine öffentliche Krankenkasse: Der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen ist ein schlechtes Geschäft für uns Versicherte, dafür ein umso lukrativeres für die Krankenkassen.

 

Antwort auf falsche Behauptungen der Gegner/innen

Die Gegner/innen der öffentlichen Krankenkasse werden nicht müde, wider besseren Wissen zu behaupten, dass mit der öffentlichen Krankenkasse eine Einheitsprämie eingeführt werde und Kinderrabatte sowie verschiedene Versicherungsmodelle nicht mehr möglich seien.

Weder das eine noch das andere stimmt. Die Initiative setzt bewusst auf kantonale Prämien, weil so auf kantonale Eigenheiten im Gesundheitswesen (zB Spitalplanung) eingegangen werden kann. Die Initiant/innen haben zudem mehrfach klargestellt, dass Prämienrabatte für Kinder und verschiedene Versicherungsmodelle weiterhin zulässig sind. Der zuständige Bundesrat, Alain Berset, hat das im Juni im Nationalrat so bestätigt.

Vereinfachte Arbeit für die Leistungserbringer/innen dank der öffKK

Nicht nur die Betroffenen leiden unter dem Krankenkassen-Dschungel und der zunehmenden Risikoselektion, sondern auch zahlreiche Leistungserbringer/innen berichten von Schwierigkeiten mit den Krankenkassen.

So würden gewisse Kassen versuchen, die Rückerstattung von teuren Medikamenten zu verzögern oder sie entwickeln eigene, regional unterschiedliche Formulare, die unnötiger bürokratischer Aufwand mit sich bringen. Die dafür benötigte Zeit fehlt dann für die Betreuung und Behandlung der Patient/innen. Die öffentliche Krankenkasse hingegen erleichtert die Arbeit der verschiedenen Leistungserbringer/innen. Einerseits haben sie damit nur noch eine einzige Kasse als Ansprechpartner, andererseits werden Abwicklungen (z.B. Kostengutsprache, Formulare) endlich vereinheitlicht.

Aus diesen Gründen unterstützen viele Berufsorganisationen wie VSAO (Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und –ärzte), der SBK (Schweizerischer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner), Physioswiss, der Hebammenverband SHV etc. die Initiative. Zudem haben sich schweizweit über 500 Ärzte und Ärztinnen zu einem nationalen Komitee vereint und in lokalen Komitees engagieren sich hunderte von Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich für eine öffentliche Krankenkasse.

Drei gute Gründe für die Initiative

1. Solidarität statt Jagd nach guten Risiken

Die ursprüngliche Idee einer Versicherung, die von Gesunden und Kranken solidarisch getragen wird, wird im heutigen System durch eine millionenschwere Jagd nach „guten Risiken“ ersetzt. Anstatt alte und kranke Menschen zu schikanieren, wird sich die öffentliche Krankenkasse genau um diese kümmern.

2. Geld für die PatientInnen statt für Werbung

Der Scheinwettbewerb und der Verkauf von unzähligen Versicherungsprodukten verursachen einen immensen Marketingaufwand. Die Kassen verschleudern so jedes Jahr über 200 Millionen Werbe-Franken. Weitere Prämiengelder fliessen in politisches Lobbying, Managergehälter und Abstimmungskampagnen. Mit der öffentlichen Krankenkasse wird das Geld statt für Werbung in das Wohl der Patient/innen eingesetzt.

3. Eine gute Gesundheitsversorgung statt Prämienexplosion

Im heutigen System hat keine Krankenkasse einen Anreiz, gute und koordinierte Behandlungen für chronisch Kranke zu fördern. Sie würde riskieren, für diese Patient/innengruppe attraktiv zu werden. Mit der öffentliche Krankenkasse wird das anders: Anstelle der Risikoselektion rückt die Behandlungsqualität in den Vordergrund. Das hilft, Prämien zu senken.

Les gens en ont marre de l’habituelle hausse des primes et des assureurs maladie qui non aucun intérêt à maîtriser les coûts. Cette année les primes augmenteront encore une fois en manière importante. Des hausses que SantéSuisse même calcule en moyenne à 4,5%, mais qui par certains groupes des assures pourront dépasser le 10%.

Avec la caisse publique les moyennes seront investies dans la prévention et la prise en charge cordonnée des malades chroniques, et pas dans la dangereuse sélection des risques comme aujourd’hui. Cela permettra des véritables économies de l’ordre de 10% , soit 2,5 milliards de franc par an, tous en améliorant les soins !

Voilà pourquoi il faut changer les choses avant que le poids des primes n’étouffe pour de bon les assuré-e-s !

Text gehalten an der Pressekonferenz Ja-Komitee „öffentliche Krankenkasse“

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