Aus Bern

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Seit zehn Jahren bin ich im Nationalrat, wo ich verschieden Vorschläge vorwärtsbringen und bei der Ausarbeitung von wichtigen Projekten mitwirken konnte. Finde mehr über meine Aktivitäten in Bern in diesem Abschnitt heraus – Gute Lektüre!

Welche Themen sind mir besonders wichtig?

Als Ärztin, Tessinerin und Politikerin sehe ich täglich, wie Menschen mit Armut, Ausgrenzung, prekären Arbeitsbedingungen und steigenden Mieten und Krankenkassenprämien zu kämpfen haben. Ich engagiere mich deshalb insbesondere für starke Sozialversicherungen; ein gutes Gesundheitswesen; das Recht auf Wohnen; einen Umweltschutz, der globale und lokale Massnahmen verlangt. Kurz: ich will eine Gesellschaft und eine Wirtschaft, in denen der gemeinsam erwirtschaftete Wohlstand uns allen zugute kommt und nicht nur ein paar wenige.

Welche sind die prioritäre Themen in der Legislaturperiode 2015-2019?

In dieser Legislaturperiode sind die prioritäre Themen auf jeden Fall die Energiestrategie und die Reform der Altersvorsorge, Projekt für das ich insbesondere aktiv war da ich Mitglied der zuständigen Kommission bin. Weitere Themen die meine parlamentarische Aktivität beansprucht haben sind die Sozialunternehmen, die Krankenkassen, die Frage der Gleichstellung der Geschlechter und die Umwelt. Hier kannst du die von mir hinterlegten parlamentarischen Gegenstände finden.

Präsidentsschaft 2019

Seit Dezember 2016 bin ich zweite Vizepräsidentin des Nationalrats und im Jahr 2019 sollte ich daher Kammerpräsidentin werde. Vielen Dank an die SP Schweiz, welche mich für dieses Amt nominiert hat.

Diese bedeutende Rolle beinhaltet meiner Ansicht nach weit mehr als die Führung des Nationalrates, der vereinigten Bundesversammlung und des Büros des Nationalrates, und ich würde mich darum bemühen, ihr in bestmöglicher Weise gerecht zu werden. Da der Präsident oder die Präsidentin des Nationalrates das Parlament gegen aussen vertritt, bedeutet dieses Amt auch, allen Bewohnern der Schweiz eine Stimme zu geben, seien dies Schweizer Bürger und Bürgerinnen, in der Schweiz wohnhafte Ausländer und Ausländerinnen, Migranten und Migrantinnen, aber auch Obdachlose.

Dank meiner Herkunft aus der italienischen Schweiz, einer sprachlichen und kulturellen Minderheit, denke ich dass ich die geeignete Person sein könnte um Brücken zu schlagen, nicht nur zwischen den verschiedenen Sprachregionen, sondern auch zwischen den vielfältigen Bewohnern der Schweiz. Die Schweiz benötigt mehr denn je Solidarität und Öffnung, aber auch sozialen Zusammenhalt. Mein persönlicher, politischer und beruflicher Werdegang sind von meinem Engagement an diesen Fronten geprägt.

Es wäre auch das erste Mal, dass ein Vertreter des Tessiner Sozialismus und der italienischen Schweiz Präsident des Nationalrats werden würde: es wäre für mich eine Ehre euch alle, unseren Kanton und unsere Partei zu vertreten.

Mandate

Zurzeit bin ich Mitglied zweier Kommissionen des Nationalrats, die der Finanzen und die der sozialen Sicherheit und Gesundheit, und sowohl der Finanzendelegation. Als Ärztin und Sozialistin erachte ich das Gesundheitswesen und die Soziabilität besonders wichtig um jedem ein Leben mit so wenig Sorgen wie möglich zu garantieren.

Hier findest du mehr Informationen über die Aktivität der zwei Kommissionen:

Daneben bin ich seit März 2008 Vize-Präsidentin der SP Schweiz. 

Transparenz

Transparenz ist zentraler Bestandteil einer Demokratie. Deshalb lege ich hier meine Interessensbindungen sowie mein Einkommen aus Politik und Beruf offen. Meine zwei Zugangskarten zum Bundeshaus habe ich an Laura Riget (meine persönliche Mitarbeiterin und Mitglied der JUSO) und an Jean-Félix Savary (Groupement Romand d’études des Addictions Grea) vergeben. Im Jahr 2015 habe ich 9700 Franken an die SP Schweiz, die SP Tessin und die „gruppo della sinistra“ (Linksbündnis) der Gemeinde Lumino überwiesen.

Mein brutto Einkommen (Altersvorsorge miteinbegriffen) 2016 als Nationalrätin beträgt Fr. 98’236 .-, davon sind 10’152.- der Altersvorsorge. Steuerpflichtig sind fr. 92’245.-.

Ausserdem habe ich für folgende Mandate Entschädigungen und Spesen erhalten:

  • Associazione svizzera inquilini (Präsidentin bis November 2016, danach Vizepräsidentin): Fr. 3’200.-
  • SP Schweiz (Vize-Präsidentin): Fr. 5’000.-
  • Nationale Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik (Präsidentin): Fr. 4’000.-

Alle weiteren Mandate (AMCA, Fondazione Amici di AMCA, Fondazione Casa Astra, Alpeninitiative, VPOD, Associazione Solidarietà con la Grecia und fondazione per il bambino ammalato) sind nicht entschädigt.

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